Vom Dino zum Drachentöter aus Hessen

22 10 2011

Giessen | Der Blog startet in dieser Spielzeit nicht pünktlich zum Saisonstart. Nein. Er startet ganz selbstbewusst heute – nachdem in der Gießener Osthalle am letzten Wochenende auch das erste Mal in dieser Saison wieder Basketball zu sehen war.

Das erste Mal das wir wieder einen Kampf um einen Sieg gesehen haben.
Das erste Spiel in dem der Ball auch mal ohne permanente Turnover nach vorne gebracht wurde und der Gegner sowie der Korb volle 45 Minuten penetriert wurde. In jeder Hinsicht wurde den nur 2400 Zuschauern ein Highlight-Game geboten. Mit dem Endstand von 110:109 schaffte es das Spiel sogar in die nun schon 45jährige Liste der Gießener Highscore-Games auf Platz 11.
Bei diesem hohen Endergebnis von 110:109 handelt es sich nicht um die Anzeige eines sehr knappen Spiels in der Nordamerikanischen Profiliga sondern um den Endstand des Spiels der Gießen 46ers gegen die Artland Dragons. Es war eindeutig kein defensives Spiel. Hier hieß es 45 Minuten Offensivbasketball auf beiden Seiten! Ball nach vorne – Run n´Gun.
Das Bällchen lief, es wurden keine wilden Schüsse genommen und es war einfach schöner Basketball. Und das trotz knapp 100 gepfiffenen Fouls und mehr als 70 gegebenen Freiwürfen der Referees.
Elvir Ovcina war wieder einmal einer der Helden des Abends. Er spielte knapp 27 Minuten nicht nur am, sondern auch abseits des Balls, emotional, gerissen und mit 1846 prozentigem Körpereinsatz. Er punktete wieder zweistellig mit 16 Punkten.
Auch Maurice Jeffers avancierte mit seinen neun Punkten in den letzten eineinhalb Minuten vor Schluss zum Helden – Nein er war der Drachentöter. Ein Dreipunktewurf gefolgt von zwei Layups, die trotz Fouls die Reuse fanden, sowie auch die beiden Freiwürfe im Anschluss brachten die Gießener in die letzte Führung zu einem Stand von 110:107.
Zu dieser Zeit waren schon fünf! Gießener Spieler ausgefoult. Sie flogen in der Schlussphase des Spiels im Minutentakt vom Parkett. Als erstes brockte sich Oehle in der 34. Minute sein „Fünftes“ ein gefolgt von Djurasovic in der 35. Kurz darauf mussten auch Achibong (40.), Ovcina (41.) und zu guter Letzt Pilcevic in der 42.Minute vom Feld. Headcoach Harmsen spielte nun mit der wohl kleinsten Fünf aus den vier Guards Mathias Perl, Achmadschah Zazai, Wayne Bernard, Barry Stewart und Small Forward „Moe“ Jeffers. Es war am Ende wohl auch das Glück das Artlands Trainer Koch in diesem Moment auf dem Schlauch stand und gegen Gießens Small-Ball nicht seine größten Spielern aufs Feld warf um den Ball einfach unter das gegnerische Brett zu bringen.
Ein knapper Sieg gegen eine sehr stark spielende Mannschaft aus Quakenbrück. Aber die 46ers sind zurück und sie haben uns alle mit wieder heimgekehrtem Kampfgeist, Spielfreude und Selbstvertrauen in der berüchtigten Osthölle überzeugt.
Und letzteres brauchen sie auch wenn die Drachentöter aus Hessen zum nächsten Gegner in den hohen Norden reisen. Die Bremerhavener Eisbären erwarten uns sowie zwei alte Bekannte. Wer sich nicht mehr an ihr Spiel in der heimischen Osthalle erinnert kennt sie vielleicht noch aus dem heimischen Parkett des Admiral oder Dachcafe :) Zachery Peacock und Anthony Smith freuen sich bestimmt ganz besonders auf die mittelhessischen Gäste und werden uns das Leben im Norden nicht einfach machen.
Let´s Go Gießen. Zeigt den Bären mal wer hier die Krallen hat.


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