Das “46ers – Einmaleins”

14 10 2010

Gießen | 3 + 3 = 13. Das „46ers-Einmaleins“ stellt die mittelhessische Basketballwelt auf den Kopf.

Drei Spiele, drei Siege und der beste Saisonstart seit 13 Jahren. Das ist das Ergebnis auf der Habenseite der Mittelhessischen Basketballer in rot-weiß. Nach dem ersten von zwei Doppelspieltag-Wochenenden bricht in Gießen die Euphorie aus.

Nicht nur EnBW Ludwigsburg wurde in der eigenen Arena geschlagen sondern auch Aufsteiger BBC Bayreuth holte sich in der Osthalle eine Hessische Klatsche ab. Die Fans feierten und jubelten noch lange nach dem Abpfiff in der Osthalle mit den Spielern. Die Basketball-Herzen in Mittelhessen schlagen Purzelbäume – Die Statistiker rechnen und staunen. So liegt der letzte Auswärtssieg gegen Ludwigsburg nun auch schon fünf Jahre zurück. „Vladis“ Lieblings-S5 (Starting Five) und eindeutige Erfolgsgaranten haben sich herauskristallisiert. Mit Giorgi Gamqrelidze als Point Guard auf der Eins, Anthony Smith als Shooting Guard, Ryan Brooks und Zach Peacock als Forwards sowie Elvir Ovcina als Center stellte der Chefcoach dieselbe “Fünf” an den Start wie am vergangenen Samstag beim Saisonauftaktspiel gegen die Telekom Baskets Bonn. Das System funktioniert, die Rotation wirkt perfekt und die Verteidigung ist schier unüberwindbar.
Mit Peacock haben wir einen Power Forward (die Betonung liegt auf Power) unter dem Korb der nach Zuspiel das orangene Leder mit 100-prozentiger Sicherheit durch die Reuse bewegt, egal ob mit oder ohne Foul. Dazu seine fast 100-prozentige Trefferquote von der Linie, was ihn schon nach dem ersten Spiel zur Legende gemacht hat. Während er mit Anthony Smith in Bonn sogar Top-Scorer wurde, beide 21 Punkte, avancierte im Spiel gegen Ludwigsburg Ryan Brooks mit 24 Punkten zum besten Werfer. Diesen Schwung nahm Brooks auch mit in das dritte Spiel und machte sich hier mit 20 Punkten ebenfalls zum besten Schützen. Auch die Aushilfe Tyler Kepkay zeigte sich in bester Verfassung. Bei seinem Debüt in der Osthalle glänzte er mit fünf Punkten (100% Trefferquote), zwei Rebounds und einem Steal. Auch dem gegnerischen Trainer Andreas Wagner (BBC Bayreuth) fehlten da die Entschuldigungen und es blieb ihm nur ein „Großes Kompliment an Gießen“ auszusprechen.
Ein großes Kompliment muss man hier auch wirklich ausprechen. Vor allem an Trainer “Vladi” der es geschafft hat, wider allen Zweiflern, ein Team zu rekrutieren und aufzustellen das ganz oben mitspielen kann. Er hat ein System, er erreicht die Mannschaft eindeutig und setzt seine Taktiken vom Brett auf dem Feld um. „In der Halbzeit haben wir abgesprochen, unsere Vorteile im Eins-gegen-Eins zu suchen und das haben wir über Peacock, Ovcina und Brooks gut umgesetzt“ meinte der Chefcoach nach dem Erfolg gegen Bayreuth in der Pressekonferenz. Schön wenn eine Rechung so aufgeht. Weiter gerechnet wird am Freitag – In Oldenburg.

Das Ergebnis meiner Rechnung wäre: 4 + 4 = 40. Vier Spiele, vier Siege und der beste Saisonauftakt seit 40 Jahren. Bogojevic – Bitte an die Tafel (Board) und zeig uns den Rechenweg ;)








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